In vielen Büros herrscht dringender Modernisierungsbedarf: Arbeitsplätze sind unflexibel, Meetingräume knapp und Rückzugsorte selten. Genau hier setzt Activity Based Working (ABW) an – ein ganzheitliches Bürokonzept, das flexible Arbeitszonen bietet, die Mitarbeitende je nach Aufgabe nutzen können: zum Konzentrieren, Austauschen, Vernetzen oder Zurückziehen.
Was ist Activity Based Working?
Activity Based Working bedeutet: Mitarbeitende wählen ihren Arbeitsort passend zur Tätigkeit – statt an einen fixen Arbeitsplatz gebunden zu sein. Je nach Aufgabe wechselt man zwischen Zonen wie Fokusplätzen, Kollaborationsbereichen, Meetingräumen oder kreativen Workshopflächen. ABW ist dabei nicht nur ein Einrichtungstrend, sondern eine Kombination aus Arbeitsweise, Raumkonzept und Kultur: Der Raum wird so geplant, dass er unterschiedliche Arbeitsmodi unterstützt – konzentriert, kollaborativ, kommunikativ, kreativ. Kurz gesagt: Die Arbeit bestimmt den Arbeitsplatz.
Die Grundprinzipien von Activity Based Working
Activity Based Working steht auf drei Säulen:
- Flexibilität: Mitarbeitende wählen den Arbeitsplatz passend zur Aufgabe – ob ruhiger Rückzugsort, offene Kreativzone oder Kollaborationsbereich. So kann jede Tätigkeit optimal umgesetzt werden.
- Eigenverantwortung: Mitarbeitende entscheiden selbst, wo sie am produktivsten sind. Diese Freiheit fördert Motivation und Eigeninitiative.
- Anpassungsfähigkeit: Das Büro passt sich den Bedürfnissen der Arbeit an, nicht umgekehrt. Jede Aktivität findet ihren optimalen Platz.
Arten von Activity Based Workspaces
- Fokusräume: Diese ruhigen Rückzugsbereiche sind perfekt für konzentriertes Arbeiten oder Videocalls. Hier kann man ungestört tief in die Arbeit eintauchen und sich voll auf die eigenen Aufgaben fokussieren.
- Kollaborative Bereiche: Offen gestaltete Räume, in denen Teams zusammenkommen, Ideen austauschen oder spontan brainstormen können. Sie fördern Kreativität, Kommunikation und Zusammenarbeit im Team.
- Pausenbereiche: Orte zum Auftanken, Plaudern oder für einen Kaffee oder kleinen Snack zwischendurch. Perfekt, um frische Energie zu sammeln – und manchmal entstehen hier die besten Ideen.
- Konferenz-/Meetingräume: Speziell ausgestattete Räume für grössere Besprechungen, Präsentationen oder Workshops. Sie bieten die Technik und den Raum, um Projekte strukturiert zu planen, besprechen und gemeinsam voranzubringen.
Telefonkabinen: Kompakte, abgeschlossene Räume für ungestörte Telefonate oder Videokonferenzen. Sie sorgen dafür, dass man in offenen Büros ungestört sprechen kann, ohne andere zu stören.

Bild: Projekt Galenica AG, Bern

Bild: Projekt Galenica AG, Bern
Workspaces gestalten mit Trennwänden & Raum-in-Raum-Lösungen
Eine durchdachte Raumstruktur bildet die Grundlage für effektives Activity Based Working. Trennwandsysteme schaffen klare Zonen für unterschiedliche Arbeitsmodi, von ruhigen Büros, Meetingräumen, offenen Kollaborationsbereichen oder Pausenbereichen. Je nach Anforderungen an Privatsphäre, Schalldämmung, Akustik und Design lassen sich die Systeme flexibel anpassen.
Ergänzend bieten Raum-in-Raum-Systeme flexible Rückzugsorte mitten im Büro: Ob als Telefonbox, kleiner Meetingraum, Platz für konzentriertes Arbeiten oder Ort zum Durchatmen – die modularen Boxen lassen sich individuell und massgeschneidert zusammenstellen, sodass jeder Rückzugsbereich genau auf die Bedürfnisse des Teams zugeschnitten ist.
Vorteile des Activity Based Working
- Flexibilität & Steigerung der Produktivität: Mitarbeitende wählen ihren Arbeitsplatz passend zu Stimmung und Tätigkeit – mal Fokuszone, mal Kreativbereich. Das macht den Arbeitsalltag dynamischer, produktiver und flexibler.
- Bessere Zusammenarbeit: Durch die freie Wahl der Arbeitsbereiche entstehen mehr Gelegenheiten für Teamarbeit, Austausch und Abstimmungen. So werden Projekte effizienter umgesetzt und die Kommunikation erleichtert.
- Effiziente Flächennutzung: Räume werden genau dann genutzt, wenn sie gebraucht werden – ungenutzte Schreibtische gehören der Vergangenheit an. So wird die gesamte Bürofläche effizienter, funktionaler und wirtschaftlicher eingesetzt.
- Höhere Mitarbeiterzufriedenheit: Wer selbst entscheidet, wo und wie er arbeitet, fühlt sich wertgeschätzt und motiviert. Dieses Vertrauen und die damit verbundene Eigenverantwortung wirken sich positiv auf die Stimmung aus und fördern langfristig die Bindung ans Unternehmen.
- Starkes Gemeinschaftsgefühl: ABW schafft mehr Begegnungen und spontanen Austausch zwischen Kolleg:innen aus verschiedenen Teams und Funktionen – das stärkt das Wir-Gefühl und lässt die Unternehmenskultur im Büro lebendig werden.
Gesünderer Arbeitsalltag & mehr Wohlbefinden: Durch ABW wird der Arbeitsalltag aktiver, entspannter und gesünder: Mitarbeitende bewegen sich mehr, da sie zwischen verschiedenen Arbeitsorten wechseln, und sie können frei zwischen stehenden und sitzenden Tätigkeiten wählen. Zudem sorgen Rückzugsorte für Ruhe und Privatsphäre – ideal, um Lärm zu entkommen, den Kopf freizubekommen und Stress abzubauen.

Bild: Projekt Galenica AG, Bern

Bild: Projekt Galenica AG, Bern
Projektbeispiel: Galenica AG, Bern
Am Hauptsitz der Galenica AG wurde mit dem eigens für sie konzipiertem, temporären Swing Space in Bern-Bümpliz das Konzept Activity Based Working kreativ umgesetzt. Für die rund 500 Arbeitsplätze durfte die Schwab AG im Auftrag von H+R Architekten AG eine Raumlösung realisieren, die die Bedürfnisse und Aktivitäten der Mitarbeitenden in den Fokus stellt.
Die temporären Büroflächen im Sockelbereich sind auf Begegnungen ausgerichtet und fördern aktiv Zusammenarbeit und Austausch. Dazu wurden verschiedene Begegnungszonen, eine offene Cafeteria, Gruppenräume, Workshop-Bereiche sowie Rückzugsmöglichkeiten geschaffen. Zur optimalen Strukturierung der Räumlichkeiten wurden unsere Trennwandsysteme Schwab 52 und Schwab 98 sowie mehrere spaceBoxen installiert.
Das Ergebnis: Ein moderne Arbeitsumgebung, der Mitarbeitenden maximale Flexibilität bietet und die Kollaboration fördert.














