Innenraumgestaltung für Arztpraxen, Kliniken & Spitäler – funktionale Lösungen fürs Gesundheitswesen

CityDental Oerlikon Location

Arzt- oder Praxisbesuche sind für viele Menschen ein Moment der Anspannung. Egal ob beim Hausarzt, Zahnarzt oder Spezialisten: Patient:innen wünschen sich Vertrauen, Sicherheit und Privatsphäre. Gleichzeitig benötigen Praxismitarbeitende Räume, die effiziente Abläufe ermöglichen, damit Behandlungen reibungslos, strukturiert und professionell ablaufen können. Und genau hier macht gute Praxisgestaltung den Unterschied: Sie sorgt dafür, dass sich Patient:innen wie auch das Praxisteam rundum wohlfühlen.

Diese Themen erwarten Dich in diesem Blogartikel:

  • Moderne Praxis – warum der erste Eindruck entscheidend ist
  • Anforderungen an Innenräume in Praxen
  • Bessere Schalldämmung und Akustik durch gezielte Praxiseinrichtung
  • Einfach- vs. Doppelverglasung – wann welche Verglasung sinnvoll ist
  • Rechtliche & normative Grundlagen in der Schweiz
  • Praxisbeispiele – umgesetzt von der Schwab AG
Bild: Arztpraxis Lumen Park Schenkon (2024)

Bild: Arztpraxis Lumen Park Schenkon (2024)

Moderne Praxis – warum der erste Eindruck zählt

Der erste Eindruck entsteht in den ersten Sekunden nach dem Eintreten. Ein Raum kann beruhigen oder verunsichern. Die Gestaltung von Praxisräumlichkeiten beeinflusst massgeblich das Wohlbefinden und das Vertrauen – und hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei Patient:innen.

Empfangsbereiche und Wartezimmer sind die Visitenkarte jeder Praxis. Hier entsteht das erste Gefühl von Professionalität, hier wird aus Nervosität bestenfalls Gelassenheit. Sie sollen sofort Professionalität ausstrahlen, Komfort schenken und die Wartezeit angenehmer erscheinen lassen.

Die Behandlungsräume hingegen müssen flexibel nutzbar sein, ohne dass Lärm, Blickkontakte oder Ablenkungen den Praxisalltag und die Behandlungen stören.

Nicht zu vergessen ist das Backoffice: Ein gut gestalteter Arbeitsplatz für das Team ist essenziell für effiziente Abläufe und ein angenehmes Arbeitsumfeld.

Anforderungen an Innenräume in Praxen

Je nach Fachrichtung unterscheiden sich die konkreten Anforderungen, doch einige Punkte gelten für alle Einrichtungen:

  • Privatsphäre & Diskretion: Patientenbesprechungen und Behandlungen erfordern abgeschirmte Bereiche, in denen vertrauliche Gespräche ungestört stattfinden können.
  • Funktionalität & Effizienz: Eine klare Raumstruktur sorgt für reibungslose Abläufe im Praxisalltag. Getrennte Bereiche für Wartezimmer, Empfang, Backoffice, Behandlungsräume, Labor oder andere Funktionen erleichtern die Organisation und steigern die Produktivität des Teams.
  • Schalldämmung & Akustik: Eine gute Schalldämmung und Akustik sorgen dafür, dass Patient:innen während Gesprächen oder Behandlungen ungestört bleiben und sich sicher fühlen. Gleichzeitig ermöglicht sie dem Praxispersonal, konzentriert zu arbeiten, Telefonate vertraulich zu führen und Abläufe effizient zu gestalten.
  • Barrierefreiheit: Praxisräume sollten so gestaltet sein, dass sie für alle Patient:innen problemlos zugänglich sind, unabhängig von Mobilität oder Einschränkungen. Dazu zählen etwa ausreichend breite Türen, stufenlose Zugänge, rollstuhlgerechte Wege und geeignete Sanitäreinrichtungen.
  • Sicherheitsanforderungen: Brandschutzvorgaben und klar gekennzeichnete Fluchtwege müssen berücksichtigt werden.

Bessere Schalldämmung und Akustik durch gezielte Praxiseinrichtung

Wie ruhig sich ein Raum anfühlt, ist das Ergebnis einer durchdachten Kombination aus Wandsystemen, Materialien, Möbeln und Oberflächen. Trennwandsysteme sorgen in erster Linie für Schalldämmung, indem sie Räume voneinander abgrenzen, Schallübertragung reduzieren und so Diskretion zwischen Behandlungs-, Beratungs- und Wartebereichen schaffen.

Für die Raumakustik innerhalb der einzelnen Bereiche sind hingegen weiche, offenporige Materialien wie Akustikpaneele, Deckensegel, Teppiche oder Vorhänge entscheidend: Sie absorbieren Schall, reduzieren den Nachhall und verbessern den Geräuschkomfort. Möbel und textile Dekorationen unterstützen diesen Effekt.

Gerade in Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Kliniken sind die Anforderungen an Ruhe und Diskretion besonders hoch. Unterschiedliche Praxisbereiche, hohe Patientenfrequenz, vertrauliche Gespräche sowie laufende medizinische Geräte machen eine gezielte Trennung von Schallübertragung und Raumakustik notwendig.

Für besonders ruhige Zonen wie Behandlungszimmer kommen daher häufig Trennwandsysteme aus Doppelverglasung oder Kombinationen aus Einfachverglasung und Voll- bzw. Gipswänden zum Einsatz. Sie dämmen Schall zuverlässig und lassen gleichzeitig Tageslicht in die Räume.

Bei den Bodenbelägen setzen Praxen meist auf harte, hygienische Materialien wie Vinyl, Linoleum oder Designbeläge, die leicht zu reinigen und strapazierfähig sind. Diese harten Oberflächen sind pflegeleicht, reflektieren jedoch Schall. Deshalb werden sie gezielt durch akustisch wirksame Decken- und Wandelemente ergänzt, um den Nachhall zu reduzieren und eine angenehm ruhige Atmosphäre zu schaffen.

Auf klassische Vorhänge wird in medizinischen Praxen bewusst verzichtet. Gründe dafür sind vor allem die hohen hygienischen Anforderungen, der Pflegeaufwand sowie geltende Hygiene- und Brandschutzrichtlinien. Stattdessen kommen leicht zu reinigende Storen, Rollos oder Plissees zum Einsatz, weshalb die akustische Optimierung gezielt über Decken-, Wand- und Trennelemente erfolgt.

Einfach- vs. Doppelverglasung – wann welche Verglasung sinnvoll ist

Ein zentraler Faktor bei der Praxisgestaltung ist die Wahl der Verglasung. Sie beeinflusst nicht nur Lichtdurchlässigkeit und Raumwirkung, sondern auch die Schalldämmung:

    Einfachverglasung:

    • Elegante, filigrane Optik mit maximaler Transparenz und viel Tageslicht.
    • Eignet sich besonders für Bereiche, in denen visuelle Offenheit wichtiger ist als Schallschutz – zum Beispiel offene Empfangsbereiche oder Wartebereiche bzw. Zonen ohne hohe Diskretionsanforderungen.
    • Schalldämmung ist begrenzt; Gespräche oder Geräusche aus angrenzenden Räumen können teilweise wahrnehmbar sein. Für eine verbesserte Schalldämmung lassen sich Einfachverglasungen gezielt mit Gipswänden kombinieren.
    • Trennwandlösungen: Schwab 20 (Metall; bis Rw 42 dB) oder Schwab 58 (Holz; bis Rw 44 dB)

    Doppelverglasung (Isolierglas):

    • Transparente Optik mit deutlich besserem Schallschutz.
    • Ideal für Behandlungsräume, Laborbereiche oder Arztzimmer, in denen Diskretion und Ruhe besonders wichtig sind.
    • Kombination aus effektivem Schallschutz und Lichtdurchlässigkeit sorgt für Privatsphäre ohne beengendes Raumgefühl.
    • Trennwandlösungen: Schwab 52 (Metall; bis Rw 50 dB), Schwab 71 (Holz; bis Rw 47 dB) oder Schwab 98 (Metall profiliert; Rw 47 dB)
    Einfachverglasung vs Isolierverglasung Grafik

    Die Entscheidung zwischen Einfach- und Doppelverglasung hängt also stark von Funktion und Nutzung des Raumes ab: Wo Offenheit, Licht und Transparenz dominieren, reicht oft Einfachverglasung. Wo Diskretion, Ruhe und Konzentration gefragt sind, ist Doppelverglasung die bessere Wahl.

    Rechtliche & normative Grundlagen in der Schweiz

    In der Schweiz geben gesetzliche Vorgaben und SIA-Normen den Rahmen für Planung und Ausstattung von Gebäuden vor.

    SIA 181 – Schallschutz im Hochbau:

    • Ziel: Sicherstellung von angemessenem Luft- und Trittschallschutz zwischen Räumen.
    • Anwendungsbereich: Neubauten, Umbauten und Umnutzungen im Hochbau; Anforderungen richten sich nach Nutzung und Lärmempfindlichkeit.

    SIA 500 – Hindernisfreie Bauten:

    • Ziel: Gewährleistung der barrierefreien Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von öffentlichen Gebäuden, Wohnbauten und Arbeitsstätten für alle Personen, ohne Diskriminierung.
    • Anwendungsbereich: Neubauten, Umbauten, Instandsetzungen und Umnutzungen sowie Gestaltung von Innenräumen und Aussenbereichen; Anforderungen variieren je nach Gebäudetyp (öffentlich, Wohnen, Arbeitsplätze).
    • Spezielle Vorgaben für Kliniken/Praxen ergeben sich aus weiteren Vorschriften oder kantonalen Vorgaben.

    Praxisbeispiele – umgesetzt von Schwab AG

    Die Schwab AG unterstützt Praxen und Kliniken bei der Umsetzung moderner Innenraumkonzepte – von der Planung über die massgeschneiderte Trennwandlösung bis hin zur Montage. Gemeinsam mit Architekt:innen und Fachpartnern realisieren wir flexible, funktionale und ästhetische Räume, die den Praxisalltag optimieren und Patient:innen ein Gefühl von Sicherheit und Wohlbefinden vermitteln. Hier siehst Du einige unserer Referenzprojekte.

    CityDental Oerlikon Schwab 20
    CityDental Oerlikon Schwab 20
    Zahnarztpraxis CITYDENTAL, Zürich-Oerlikon (2025)

    Projekt: Medical Center Wankdorf, Bern (2025)
    Produkt: Schwab 58 (Einfachverglasung)

    Projekt: Medical Center Wankdorf, Bern (2025)
    Produkt: Schwab 58 (Einfachverglasung)

    Gesundheitszentrum Affidea, Brig (2025)

    Projekt: Gesundheitszentrum Affidea, Brig (2025)
    Produkt: Schwab 52 (Doppelverglasung)

    Schwab 52 (Doppelverglasung)

    Projekt: Gesundheitszentrum Affidea, Brig (2025)
    Produkt: Schwab 52 (Doppelverglasung)

    Lindenhof Frauenpraxis Schwab 58

    Projekt: Frauenpraxis Gassmann & Schäffeler, Bern (2024)
    Produkt: Schwab 58 (Einfachverglasung)

    Lindenhof Frauenpraxis Schwab 58

    Projekt: Frauenpraxis Gassmann & Schäffeler, Bern (2024)
    Produkt: Schwab 58 (Einfachverglasung)